Drucken

Wie? Wintersporttag soll sein? Aber es liegt doch überhaupt kein Schnee!

Umso verwunderter rieben sich am 29. Januar viele der Teilnehmer früh morgens die Augen und so mancher fragte sich, wie weit mögen die Connections von Barbara Griese reichen? War doch die ganze Stadt in winterliches Weiß getaucht. Und genau ihr gilt in erster Linie der größte Dank, dass auch in diesem Jahr wieder viele unserer einen unvergesslichen Tag im Schnee verbringen konnten.

Aber nicht das Wetter sollte an diesem Tag im Mittelpunkt stehen und so galt es bereits beim Einsteigen in die Busse die erste Hürde zu nehmen, die Schüler sollten entsprechend der eingeteilten Gruppen einsteigen. ...

Dank der hervorragenden Vorarbeit des Teams um Frau Griese war das natürlich keine Schwierigkeit. Herbert Endres, Rainer Locher, Simon Schmidt und Kai Zollhöfer haben im Vorfeld bereits die Leistungsgruppen festgelegt und somit konnte man um 7:30 Uhr pünktlich starten.

Die Fahrt bot vielen unserer Schüler den nächsten Aha-Moment, hatten sie doch noch nie die Berge aus der Nähe gesehen und so wurden schon bald die Handys gezückt und fleißig Bilder vom beeindruckenden Panorama geschossen.

In Kitzbühel angekommen warteten schon die erfahrenen Schilehrer auf uns. Mit der Liste ihrer Kinder ausgestattet, startete jeder schnell mit seiner Gruppe zunächst in den Schishop, wo die Kinder mit Ausrüstungen versehen wurden. Hier sind Profis am Werk, so dass wirklich im Eiltempo jeder passende Sportgeräte hatte. Die ersten waren natürlich die Schneeschuh-wanderer, die sich, begleitet von Herrn Schmidt und einer Begleiterin auf den Weg machten. Aber auch die restlichen Schi- und Snowboardlehrer hatten ihre Truppe schnell an den Geräten und marschierten zum Übungshang. Hier machte sich die Erfahrung der „Roten Teufel“ bemerkbar, denn entsprechend ihres Könnens verteilten sich die Schüler in Windeseile, so dass jeder individuell gefördert werden konnte. Die Profis verschwanden sofort und erprobten die Schwarzen Pisten, bereits nach wenigen Kurven nutzten die Könner den Lift am Übungshang, die Anfänger gewöhnten sich an das neue Sportgerät und die Snowboarder, begleitet von Günther Steininger, rutschten abwechselnd die frontside und backside Kante nutzend durch den Pulverschnee.

  

Mittags trafen sich alle wieder zum gemeinsamen Essen und jeder konnte aufgeregt von den Erlebnissen erzählen. Anschließend ging es natürlich noch einmal zum Üben auf die Pisten.

Erstaunlich war der Fortschritt, den viele machten. Natürlich waren wenige dabei, die sich zu schnell entmutigen ließen und die Schi vorzeitig abschnallten und aufgaben. Bleibt ihnen nur zu wünschen, dass sie ermutigt durch die Erfolge ihrer Schulkameraden einen neuen Anlauf nehmen und den Einstieg in diesen wundervollen Sport schaffen. So wie jener Fünftklässler, der wutentbrannt aufm Weg zum Mittagessen die Schi zur Seite warf und lauthals verkündete auf alles zu schwören, niemals im Leben Schi zu fahren – Er war am Nachmittag der letzte, der im schneidigen Schneepflug den Hang verließ, vehement protestierend, er möchte noch ein einziges Mal mit dem Lift hoch fahren.

So ging der Tag im Schnee zu Ende, die Ausrüstung war schnell abgegeben und man saß wieder im Bus zurück nach München.